FunkyBluesRockeZ meet The Blues Alligators im Anker

FunkyBluesRockeZ meets The Blues Alligators

Der ALTAMANN freut sich immer sehr, wenn er wieder eine Location kennen lernt, die es möglich macht Live-Musik auch in den verschiedensten Ecken Berlins zu genießen. Am 15.3. war es wieder soweit, da verschlug es Eve und ihn nach Charlottenburg. Oder wie einige griesgrämige Zeitgenossen beharrlich behaupten – Schlorrendorf -, was immer noch besser ist als einen einheimischen mit einer Methode zum Reinigen der Nasennebenhöhlen zu titulieren. Siehe auch: https://www.sprachnudel.de/woerterbuch/charlottenburger

Zum Anker Charlottenburg heißt die Gaststätte im gleichnamigen Bezirk, in der Mitglieder beider Bands aufeinander trafen, um den Anwesenden gemeinsam zu zeigen wo der Hammer hängt, falls man ihn denn einmal braucht. Scheinbar war der Bedarf einen Hammer benutzen zu müssen an diesem Abend besonders groß, denn der Anker war beachtlich gut gefüllt und die Gäste machten bereits vor dem Konzert deutlich, dass sie zu feiern gewillt waren. Übrigens auch zwei Geburtstage und einer davon war der von Rita.

Da es sich bei Markus Harmonika (Harp), Benny Krise (Guitar), Julius Seelg (Drums und Voc.), Frank Schulenberg (Bass) und Steve Seitz (Guitar und Voc.) um gestandene Blueser handelt war der Raum dann auch relativ schnell, ordentlich durchgeheizt. Bis kurz vor Mitternacht ging die Darbietung der Band und bereitete den Gästen einen Heidenspaß. Wie immer setzte die vorhandene Kondition und die Lärmschutzverordnung, bzw. der Deal mit den Nachbarn, dem machbaren die Grenzen. Und so wurde anschließend mit Konservenmusik weiter gefeiert. Was natürlich absolut kein Vergleich gegenüber dem bis dahin gebotenen war, aber sichtbar auch Spaß zu machen schien.

Das schönste an dieser Location ist, dass man(n) hier noch so richtig sein darf. Hier lebt der Männertraum noch, etwas Besonderes darzustellen. Scheinbar hat die Political Correctness diese Oase der “Mannseibarkeit” bisher übersehen. Denn hier kann Man(n) noch solide für Königstiger gehen, was dem immer mehr zurückgedrängten “Männerego” ja auch einmal ganz gut tut. Alles in allem ist dieser Laden, der stark an die Szenekneipen der 80er wie den Elbtunnel oder den Deichgraf etc. erinnert also ein guter Platz auf dieser Erde, um den Alltag mal das sein zu lassen was er ist, ein notwendiges Übel.

Der ALTAMANN freute sich im Übrigen sehr über ein anregendes Gespräch im Vorfeld des Konzerts mit Frank Scholz (Mixer im Rickenbackers), einem der Soundspezialisten aus dem Rickenbackers Music Inn. Dieser zog es aber mit Beginn der Musik vor das Weite zu suchen, um seinen Feierabend in ruhigerem Ambiente zu verbringen. Was man ja auch verstehen kann bei einem der sonst praktisch jeden Tag mit Live-Musik zu tun hat. Ich hoffe er konnte ihn genießen, wir genossen es lieber lauter. 😉

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