Alles frisch – Kalkowski im Körnerpark

Kalle Kalkowski

Frisch war es am Sonntag den 11.10.2020 in zweierlei Hinsicht. Zum ersten nähert sich dieses eigenartige Jahr dem Ende, was bedeutet, dass Open-Air Veranstaltungen zunehmend unter den frischer werdenden Temperaturen zu leiden haben. Und zum zweiten gab es frische deutschsprachige Rockmusik ohne Verfallsdatum, inklusive einer Hommage an die “Scherben” und deren genialen Texter Rio Reiser, mit dem Song Wir müssen hier raus, sowie an die Musik der Pretty Things.

Michael Schirmer
Michael Schirmer

Zum Abschluss der alljährlich stattfindenden Veranstaltungsreihe Sommer im Park, die trotz Pandemie, zeitlich verschoben, auch in diesem Jahr wieder durchgeführt wurde, traten Kalle Kalkowski und seine Band vor das Auditorium. Eigentlich sollten Kalkowski bereits im August im Körnerpark gastieren, doch da musste das Konzert aufgrund einer nicht eingeplanten Unwetterwarnung abgesagt werden.

Und auch für die Veranstaltung an diesem Sonntag gab es wieder Schwierigkeiten im Vorfeld für die Festivalmacher. Denn geplant war eine andere Formation für diesen Termin, die musste aber absagen. Da traf es sich mehr als gut, dass Kalle Kalkowski als ortsansässiger “Local Artist” einspringen und bei dieser Gelegenheit gleich auch noch den ausgefallenen Gig nachholen konnte und wollte. Quasi eine “Win – Win” Situation für die Musiker und die Veranstalter.

Boris Kalkowski
Boris Kalkowski

Vor allem für die zahlreich anwesenden Zuhörer im weiten, sehr ansprechenden Ensemble vor der Galerie im Körnerpark in Neukölln, in der dereinst Markus Lüpertz sein Atelier hatte, schien es ein Gewinn zu sein Kalkowski zu erleben. Denn sie sahen vier Musiker mit viel Bock aufs spielen, was ja eigentlich für Vollblutmusiker nach der zurückliegenden konzertlosen Zeit auch kein Wunder war.

Kalkowski schöpfen aus über 40 Jahren musikalischer Aktivität ihres Bandleaders und Namensgebers, weshalb sie wahrscheinlich auch kein Problem damit hätten, ein Konzert auf mehr als die üblichen 2 Stunden Dauer auszudehnen. Darunter auch Lieder die der ALTAMANN laut mitsingen konnte und bei denen er “Pickel” auf der Haut bekam.

Ramani Krishna
Ramani Krishna

Kalle Kalkowski und Band sind etwas für Freunde deutschsprachiger Texte, verpackt in herrlich eingängigen Rhythm and Blues – Rock, mit einem Bandleader, der seit Ende der siebziger Jahre ein fester Bestandteil der Blues- und Rockszene in dieser Stadt ist.

Ein Konzerterlebnis das hängen bleibt und auf keiner “Must Be – Liste” für Live-Konzerte dieser Musikrichtung fehlen darf, auch wenn das Gemeinschaftserlebnis wie an diesem Nachmittag, unter den anliegenden Abstands- und Hygienerichtlinien noch immer etwas gewöhnungsbedürftig ist. Eve und der ALTAMANN werden nicht das letzte Mal dabei gewesen sein wenn die Jungs abrocken. Nur dann hoffentlich etwas weniger frisch, also was das Wetter angeht. 😉

Eve

Für das umschmeicheln der Gehörgänge bei diesem Konzert, war Gerry Bettman am Mischpult zuständig, der auch gleich noch für den Mitschnitt der Darbietung verantwortlich war, aus dem eine Live – CD entstehen wird.

Kalkowski spielte in der Besetzung:

Michael Schirmer – Gitarre, Boris Kalkowski – Schlagzeug, Ramani Krishna – Bass und Kalle Kalkowski Gitarre und Gesang

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